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Was ist  Yoga ?


In der westlichen Welt existieren viele unterschiedliche Meinungen und Vorstellungen über  Yoga. Genährt werden diese durch Publikationen in Büchern, Presse, und TV. Meist werden nur Teilaspekte dargestellt, die ein verzerrtes Bild entstehen lassen.

Im folgenden möchten wir dir einen kleinen Einblick in das Yoga geben, das wir praktizieren.

Yoga - Allgemein

Das Wort Yoga stammt von der Sanskrit- Wurzel yui, was binden, vereinen, die Aufmerksamkeit leiten und gegenwärtig sein bedeutet. Es bedeutet auch Vereinigung, Gemeinschaft oder die wahre Verbindung des Individuums mit dem Göttlichen.
Man könnte auch sagen, Yoga bedeutet sowohl den Weg zur Entdeckung bzw. dem Wiedererkennen von Gott, als auch das Einswerden damit.


Yoga befasst sich mit dem ganzen Sein und ist eine Ausrichtung und ein  Erfahrungsweg der Bewusstwerdung,  der alle Lebensbereiche mit einbezieht. 

Das praktizieren von Yoga bewirkt, dass der unruhige Geist zur Ruhe kommt und die LebensEnergie in schöpferische Bahnen gelenkt wird.  Voraussetzung dazu ist  eine innere Wende zur Gegenwärtigkeit und die Bereitschaft  blockierenden Aspekten im Inneren zu begegnen.

Wenn die Gedanken nicht in die Zukunft oder in die Vergangenheit schweifen, dann eröffnet sich ein Tor im Inneren, zum wahren Sein im Hier und Jetzt, ohne die Identifikation mit äußeren Formen. Dazu ist keine Überzeugung erforderlich, kein Glaube ist nötig – nur der Wunsch, diese Erfahrung zu machen. 

Yoga ist keine Religion, es ist eine Wissenschaft, da sie erfahrbar und nachvollziehbar ist.
Diese wurde vor etwa 2000 Jahren von Patanjali, einem indischen Weisen, in seinem klassischen Werk, den Yoga Sutras, die aus 185 kurzen Aphorismen bestehen, zusammengetragen.

Nach Patanjali besteht der Weg des Yoga, auch Raja-Yoga genannt, aus 8Stufen oder Gliedern:

1. Allgemein ethische Ordnung (YAMA)
2. Regeln individuellen Verhaltens (NIYAMA)
3. Körperhaltungen (ASANAS)
4. Übung der Atemlenkung (PRANAYAMA)
5. Zurückziehen der Sinne von der Außenwelt (PRANAYAMA)
6. Konzentration (DHRANA)
7. Meditation (DHYANA)
8. Überbewusstsein, Erfahrung des wahren Seins (SHAMADI)



Hatha-Yoga nach B.K.S. Iyengar

Hatha kommt aus dem Sanskrit und setzt sich aus zwei Silben zusammen:

Ha - Sonne und Tha – Mond. Es bedeutet, dass zwei Gegensätze sich in einer Form verbinden, einen Körper bilden. Hatha-Yoga beschäftigt sich vordergründig mit dem Körper. Geübt werden überwiegend die zwei Stufen des Raja-Yoga - Asanas (Haltungen) und Pranayama (Atemlenkung), die die Voraussetzung zur Beschreitung des achtgliedrigen Pfades (siehe oben) schaffen. Diese Form ist hierzulande am bekanntesten. 

B.K.S. Iyengar war ein indischer Yoga-Lehrer und Gründer des Iyengar Yoga, einer Form des Hatha Yoga. Er brachte seit den 60-er Jahren Yoga in den Westen, wo sein fortschrittlicher und einzigartiger Unterricht maßgeblich zum heutigen Erfolg des Yoga beigetragen hat. Sein Meisterwerk "Licht auf Yoga" ist bis heute  für Generationen von Yoga-Schülern das Hauptnachschlagewerk.  Er  begann 1936 als 18-jähriger mit seiner Lehrtätigkeit. Die von ihm entwickelte Lehrmethode zeichnet sich durch Detailgenauigkeit aus. Die Übungen werden am genauesten der menschlichen Anatomie angepasst. B.K.S. Iyengar systematisierte über zweihundert Asana- und Pranyama-Techniken und entdeckte ihre zugrunde liegenden Prinzipien.

Er zeigte, wie man die Körperteile bei den Übungen korrekt positioniert, damit jeder einzelne körperliche Bereich voll ausgeschöpft wird. Durch ein detailliertes Ausloten der Körperstellungen wird der gesamte Muskel- und Gelenkapparat beansprucht.

B.K.S. Iyengar hat die Verwendung der Yogastellungen für Menschen mit körperlichen Einschränkungen und Problemen vorangetrieben. Für die westliche Welt standen somit Asanas zur Verfügung, die zur Entspannung, Kräftigung und Gesundung beitrugen.

Um den größtmöglichen Nutzen zu erreichen, entwickelte er Methoden der Übungsabwandlung. Durch die Verwendung von Hilfsmitteln wie beispielsweise Gurte, Klötze, Stühle und Decken können die unterschiedlichsten Haltungen für jeden modifiziert werden. Zusätzlich unterstützen und verändern gezielt eingesetzte Hilfsmittel die körperliche Erfahrung in den Asanas.

Der Unterricht zeichnet sich dadurch aus, dass eine genaue Korrektur stattfindet, um eine falsche oder schädliche Übungsweise zu vermeiden und um den eigenen Körper intensiver wahrzunehmen.


Der Nutzen von Yoga

Der Mensch ist ein Lichtwesen, der in einer Körper-Geist-Einheit inkarniert ist . Für ein erfülltes, liebevolles und gesundes Leben ist Bewusstheit der Schlüssel.

Auf der körperlichen Ebene bedeutet das:
- Muskelverspannungen werden gelöst
- der gesamte Bewegungsapparat wird gestärkt
- es kommt zu einer besseren Körperhaltung und Körperbewußtheit
- die Wirbelsäule wird entlastet 
- die Funktion der innersekretorischen Drüsen wird harmonisiert
- die inneren Organe werden massiert und
- es führt zu einer natürlichen, tiefen und entspannten Atmung das                                                                   Herzkreislaufsystem wird harmonisiert 
- die Gehirnfunktion wird unterstützt

Auf der geistigen Ebene bedeutet das:
Yoga unterstützt die Übenden beim Hier-und-Jetzt-Sein.
Durch das Beobachten wird die Identifikation mit dem Denken mehr und mehr gelöst und es entsteht ein Raum für „no mind“ - für Stille und die Erfahrung des Seins.
Mit dem Fortdauern des Übens verändert sich die Einstellung zu sich selbst und damit verändern sich auch die Beziehungen im persönlichen Umfeld.
Der Umgang mit sich selbst und den Mitmenschen wird achtsamer, bewusster, klarer und liebevoller.



Unsere ÜbungsPraxis

Innerhalb des Hatha-Yoga gibt es verschiedene Stilrichtungen, die unterschiedliche Schwerpunkte haben. Zusätzlich gibt jeder YogaLehrende seinem Unterricht seine ganz individuelle "Färbung".

Im Vordergrund unserer Übungspraxis stehen bewusstes Bewegen, Beobachten und Hingabe.

Als erstes richten wir den Blick auf den Körper:
Verschiedenste Asanas dienen dazu, den eigenen Körper so vollständig wie möglich und bewusst wahr zu nehmen. Der erkannte Istzustand wird nicht bekämpft oder gewaltsam verändert. Voraussetzung dafür ist, den körperlichen Zustand so anzunehmen, wie er sich zeigt, ohne Be- oder Verurteilung.


Das bedeutet jegliches „Erreichen wollen“ von Idealzuständen fallen zu lassen.
In den Asanas finden wir uns wieder und wieder ein, bis sich Leichtigkeit, eine Balance sowie ein Ausdehnungs-/ Öffnungsgefühl einstellen.

Das erfordert Hingabe, Gegenwärtigkeit und Bewusstheit. Ein wesentlicher Aspekt dieses Prozesses ist der bewusste Atem.

Dann richten wir den Blick auf den Geist:
Über die Asanas, d.h. über die körperliche Wahrnehmung gelangen wir zur Wahrnehmung des Geistes, des Egos, der Gedanken, der Glaubenssätze und Gewohnheiten.


Auch hier lassen wir alles so, wie es sich zeigt. Wenden uns von nichts ab.
Allein das reine Beobachten führt uns zur Stille und zum Lösen von Identifikationen.


Unser KursStundenAblauf

Ein stilles Ankommen (Meditation) oder eine Atemübung bildet meist den Beginn der Stunde. 

Den Hauptteil bilden Yogahaltungen, deren Schwerpunkt auf die jeweiligen Körperbereiche ausgerichtet ist und sich in jeder Stunde verändert. Die jeweiligen Themen werden gefüllt mit Hintergrundinformationen, die das Üben aber auch das Leben betreffen. 

Den Abschluss bildet eine Schlußentspannung, die die Wirkung des Übens vertieft.